Zur Forschungsgeschichte

Seit dem 19. Jahrhundert haben wir sehr viel mehr über die Baugeschichte der Monumente und die im Boden bewahrte Hinterlassenschaft erfahren. Die archäologische Erforschung von Sakralbauten hat erst im vergangenen Jahrhundert ihren eigentlichen Siegeszug erlebt. Besonders in den 1960er und 70er Jahren wurden im Zusammenhang mit Kirchenrenovierungen und in Deutschland im Zuge der Beseitigung von Kriegsschäden unzählige Grabungen durchgeführt. Vieles ist publiziert, manches wartet indes auch noch auf Auswertung und Publikation oder erneute, kritische Sichtung. Zu wünschen sind sodann weitere Synthesen und Zusammenstellungen, die den aktuellen Forschungsstand wiedergeben und damit wiederum ermöglichen, Funde und Befunde einzuordnen und zu verstehen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in zahlreichen europäischen Ländern haben immer wieder versucht, diese Aufgabe anzugehen. Ergebnisse solcher Anstrengungen sind die beiden Bände des vom Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München herausgegebene Kataloges „Vorromanische Kirchenbauten“, die Hefte der „Topographie chrétienne des cités de la Gaule des origines au milieu du VIIIe siècle“, die Serie "Les premiers monuments chrétiens de la France" sowie die beiden von H. R. Sennhauser herausgebenen Bände „Frühe Kirchen im östlichen Alpengebiet. Von der Spätantike bis in die ottonische Zeit“.

 

Bibliographische Hinweise

  • Die Kunstdenkmäler der Schweiz 1927 ff.
  • Die Schweiz vom Paläolithikum bis zum frühen Mittelalter VI, Das Frühmittelalter, Basel 2005, 119–144 (J. Bujard, C. Jäggi, H. R. Meier) sowie Regesten 373–414
  • St. Eismann: Frühe Kirchen über römischen Grundmauern. Untersuchungen zu ihren Erscheinungsformen in Südwestdeutschland, Südbayern und der Schweiz, Rahden/Westf. 2004 (Freiburger Beiträge zur Archäologie und Geschichte des ersten Jahrtausends 8)
  • Frühe Kirchen im östlichen Alpengebiet. Von der Spätantike bis in die ottonische Zeit, 2 Bde., hrsg. von H. R. Sennhauser, München 2003 (Bayerische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Abhandlungen, Neue Folge, 123)
  • Helvetia Sacra 1972–2007
  • N. Krohn und Alemannisches Institut (Hrsg.), Kirchenarchäologie heute – Forschungen am Schnittpunkt archäologischer und historischer Wissenschaften. Veröffentlichungen des Alemannischen Instituts 76, Darmstadt 2010
  • H. E. Kubach/A. Verbeek, Romanische Baukunst an Rhein und Maas. Katalog der vorromanischen und romanischen Denkmäler, Bde. 1–4, Berlin 1976–1989
  • R. Rahn: Geschichte der bildenden Künste der Schweiz von den ältesten Zeiten bis zum Schluss des Mittelalters, Zürich 1876
  • Schweizerische Kunstführer
  • S. Ristow, Frühes Christentum im Rheinland. Die Zeugnisse der archäologischen und historischen Quellen an Rhein, Maas und Mosel, Köln 2007.
  • H. R. Sennhauser: „Kirchenarchäologie in der Schweiz seit der Mitte des 19. Jahrhunderts“, in: Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte 59 (2002) 189–194
  • H. R. Sennhauser: „Kirchenforschung und Mittelalterarchäologie“ in: Patrimonium – Denkmalpflege und archäologische Bauforschung in der Schweiz 1950–2000, hrsg. vom Bundesamt für Kultur, Bern, Zürich 2010, 62–166
  • K. Speich, H. R. Schläpfer: Kirchen und Klöster der Schweiz, Zürich 1978
  • Territorien der Kunst – Denkmaltopographien der Schweiz 2008 (Kunst + Architektur der Schweiz 2008.1)
  • Topographie chrétienne des cités de la Gaule des origines au milieu du VIIIe siècle, éd. par N. Gauthier et J.-C. Picard, puis N. Gauthier, B. Beaujard, Fr. Prévot, Paris 1986 ff.
  • VK I: Zentralinstitut für Kunstgeschichte (Hrsg.): Vorromanische Kirchenbauten. Katalog der Denkmäler bis zum Ausgang der Ottonen, bearbeitet von F. Oswald, L. Schaefer, H. R. Sennhauser, München 1966–1971, Nachdruck 1990
  • VK II: Zentralinstitut für Kunstgeschichte (Hrsg.): Vorromanische Kirchenbauten. Katalog der Denkmäler bis zum Ausgang der Ottonen, Nachtragsband, bearbeitet von W. Jakobsen, L. Schaefer, H. R. Sennhauser, München 1991